Das Datenmodell und die Daten für den Samen und Pflanzenhandel Willibald

Die Firma Willibald ist ein Traditionshaus und handelt mit Samen und Pflanzen über das Internet. Früher wurde ausschließlich über einen Katalog verkauft. Der Katalog wurde 2000, ganze 4 Jahre nach der Eröffnung des Webshops schnell beendet. Willibald war der erste Pflanzenbedarfsladen im Internet und ist da heute noch stolz darauf.

Die Bestellung ist ein sehr einfacher Prozess, der Kunde wählt seine Produkte und bestellt. Dabei kann er pro Bestellposition eine Lieferadresse angeben. Mit der Bestellung über die Website kann man einen Wunschtermin zur Lieferung eingeben und dieser wird aktuell zu 90% eingehalten.

Die Lieferung erfolgt dann möglichst zum gewünschten Termin. Da der Versand von Pflanzen auch Sträucher und kleinere Bäume umfasst, gibt es eine Reihe von Lieferdiensten, die Willibald für die Auslieferung verwendet.

Hier sehen Sie ein Datenmodell des Shops (Die Fragezeichen hinter den Attributen bedeuten, daß es sich um keine Pflichtattribut handelt und der Inhalt NULL sein kann).

Die VereinsPartner sind das Rückgrat für Willibalds Marketing. Seit der Gründung im Jahre 1926 hat der Samen und Pflanzenhandel Willibald besondere Konditionen und Vergünstigungen für Kleingarten- und Gartenbauvereine. Für jeden Verein gibt es einen Ansprechpartner unter den Kunden Jeder Kunde kann sich für seinen Verein registrieren lassen und so die Vereinsvergünstigungen erhalten. Der Seniorchef von Willibald ist überzeugt, dass dieses Konzept die Firma Willibald durch alle Krisen gebracht hat.

Zweimal im Jahr begibt sich der Samen und Pflanzenhandel Willibald auf eine Roadshow. Bei dieser Roadshow werden die Kleingarten- und Gartenbauvereine mit einem Truck voller Samen und Pflanzen besucht. Er wird eine kleine Festivität organisiert und fleißig verkauft. 2% des Umsatzes aus diesem Truck werden direkt dem Verein gespendet. Für Willibald eine sehr gute Gelegenheit die Saisonware noch vor dem Verfall an den Kunden zu bringen. Seit Beginn der Roadshow musste keine Saisonware mehr kompostiert werden.

Von der Roadshow kommen die Daten aus dem Kassensystem. Jeder Umsatz wird eindeutig einem Vereinspartner zugeordnet. Der Kunde kann seine Kundennummer angeben. Leider machen das nur etwa 20% der Kunden. Somit lassen sich diese Umsätze nicht alle einem Kunden zuordnen.

Die BestellungID besteht aus ‚RS‘ und einer fortlaufenden Nummer. Sie ist disjunkt zur BestellungID aus dem Webshop.

Hier sehen Sie ein Datenmodell des Kassensystems (nur Bestellung wird geliefert, Produkt, Kunden und VereinsPartner sind Kopien aus dem Webshop).

Geliefert werden die Daten in einer Tabelle in der Struktur, wie sie hier auch die Tabelle Bestellung hat. Dabei sind die Attribute BestellungID, KundeID, VereinsPartnerID, Kreditkarte, GueltigBis und KKFirma redundant vorgehalten und dienen als Header Informationen für den Rest der Attribute (bzw. eigentlich die Items). Die Header-Attribute sind dabei immer für alle Items gleich. Hier stimmt bisher die Datenqualität.

Der Rabatt ist bei der Roadshow übrigens nicht auf der Ebene Bestellung, sondern auf Ebene der Bestellposition. Für die Roadshow werden flexiblere Rabatte benötigt, um auch wirklich alle Saisonware an den Kunden zu bringen.

Die Auswertung

Der gewünschte Report für Willibald umfasst folgende Kennzahlen auf Granularität der Kennzahlen:

Bestellungen ohne Kunden sind immer aus der Roadshow, deshalb muss ein Dummy Kunde ‚Roadshow‘ eingefügt werden. Verkäufe in der Roadshow sind immer als pünktlich zu bewerten.

Sätze ohne Business Key

  • Menge
    Die Menge an bestellten Produkten pro Produkt. Diese Kennzahl wird direkt aus der Bestellposition übernommen.
  • Erlös
    Die Höhe des Geldes, die für die bestellte Produktmenge zu bezahlen ist. Hierzu werden Menge und Preis aus der Bestellposition multipliziert und anschließend der Rabatt abgezogen.
  • Offener Auftrag
    Eine 1 als kurze Kennzeichnung, ob dieser Auftrag noch offen ist.
  • Vollständig gelieferter Auftrag
    Eine 1 als kurze Kennzeichnung, ob dieser Auftrag bereits vollständig geliefert ist.
  • Abweichung zwischen Wunsch- und Lieferdatum in Tagen
    Wenn jede Position geliefert wurde, errechnet sich die Abweichung aus dem Bestellung.Wunschdatum und dem letzten Lieferung.LieferDatum. Wenn die Lieferung vor dem Wunschtermin erfolgt ist, dann ist die Abweichung negativ. Willibald will pünktlichst liefern, denn auch zu frühe Lieferungen führen beim Kunden zu Problemen (Pflege von Setzlingen).

Diese Faktentabelle hat dann die links stehenden Dimensionen.

Notwendige Transformationen

Um die Ausgangsdaten auf diesen Data Mart abzubilden sind Transformationen notwendig. Zunächst sind die Bestellungen der Roadshow gemeinsam mit den Bestellungen und Positionen in zwei Hubs im Raw Vault abzubilden.

Dann sind folgenden Business Rules anzuwenden, um die Daten anzugleichen:

1)

Die Bestellungen der Vereinspartner vereinheitlichen Die Bestellungen der Roadshow sind direkt mit dem Vereinspartner verbunden. Dies muss nun noch für die Bestellungen des Vereinspartners aus dem Webshop erfolgen. Hierzu werden anhand der VereinsPartner.KundeIDVerein alle Bestellungen zu diesem Kunden direkt mit dem VereinsPartner verknüpft.

2)

Roadshow Bestellungen zu den Kunden zurodnen Anhand der Kreditkarte, der KKFirma und dem GueltigBis werden die Beziehungen von Bestellung zum Kunden ergänzt.

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